Macht mein Darm mich depressiv?  Der Zusammenhang von Darm und Psyche!

Psychische Störung können im Darm beginnen.

 

Machen wir uns nichts vor, ein Joghurt kann keine ausgewachsene Depression wegzaubern. Allerdings kann der regelmäßige Konsum  von probiotischen Mitteln dazu beitragen, leichte bis mäßige Verstimmungen zu überwinden. Mediziner aus Singapur und dem britischen Nottingham kamen zu diesem Ergebnis (Veröffentlicht im Journal of Affektive Disorder). Die Studie umfasste 1300 Personen, die je 3 bis 20 Wochen täglich Placebopräparate oder Milchsäurebakterien als Tabletten (in Form von Milchprodukten) eingenommen hatten. Das Ergebnis: Bei allen Teilnehmern, die zu Beginn des Experiments unter depressiven Symptomen litten, verbesserte sich die Stimmung. Diese Wirkung trat spätestens nach ein paar Woche ein. Auch weitere Studien bestätigten dies. Zum Beispiel nahmen bei den Probanden Feindseligkeit und Ärger ab, nachdem diese 30 Tage lang Laktobazillen und Bifidobakterien zu sich nahmen. Keiner der Probanden klagte über Nebenwirkungen, was ebenfalls ein großer Vorteil ist. 

 

 Des Weiteren pflanzte der irische Forscher John Cryan Stuhlgang von Menschen, die zum Beispiel unter Depressionen litten, in den Darm von Ratten. So erhielten die Ratten ein ähnliches Darmmikrobiom wie depressive Menschen. Es beinhaltet alle Bakterien, Schimmelpilze, Viren und andere Einzeller, die den Darm eines Menschen besiedeln; einige davon sind gutartig, andere krankheitserregend. Es zeigte sich, dass Ratten, denen der Stuhl depressiver Menschen eingefügt  wurde, daraufhin depressionsähnliches Verhalten zeigten.

 

„So, wie der Holzschnitzer Geoppetto die Holzmarionette Pinocchio an Fäden durch den Raum tanzen lässt, so steuert der Darm uns.“ John Cryan (Prof. University College Cork, Irland)

 

Darüber, dass Probiotika unser Immunsystem stärken und Entzündungen hemmen, haben wir ja schon in unserem Blogartikel „Warum die gesunde  Darmflora so wichtig ist oder: warum der Darm dein bester Freund werden sollte!“ 

 

 Bei handelsüblichen Milchprodukten sind durch die verlängerte Haltbarkeit, die enthaltenen Milchsäurebakterien meist nicht mehr oder unzureichend am Leben. Deshalb ist es wichtig hier auf Frische zu achten. 

 

Da hilft nur eines: Selbermachen.

 

Da die verschiedenen Probiotikakulturen, verschiedene Temperaturen zum reifen benötigen. Können wir empfehlen, den Joghurt selber zu machen. Wir haben den einzigen patentierten  probiotischen Joghurt weltweit zum Selbermachen verlinkt, der 8 probiotische Kulturen hat und super leicht herzustellen ist.

 

Dazu gehört noch ein Bereiter, der ohne Strom funktioniert, sodass du ganz leicht über nacht einen hochwertigen Joghurt mit Wirkung hast.

 

 

 

 Psychischen Erkrankungen und Darmproblemen hängen oft zusammen.

 

Studien in den vergangen Jahren legen nun auch einen Zusammenhang zwischen Immunsystem, Entzündungen und Depressionen nahe. 

„Menschen mit psychischen Erkrankungen leiden oft auch unter Darmproblemen. Immer mehr Studien deuten darauf hin, dass unter anderem bei Autismus und Depressionen auch das so genannte Mikrobiom im Darm eine Rolle spielt.“ Laut Forschungen profitieren einige Menschen gesundheitlich von diesen Nahrungsmitteln. In den Forschung wurde gezeigt, dass Präbiotika die Abwehr des Darms verbessern. Präbiotika sind bestimmte Zucker, auf denen gutartige Bakterien gedeihen. Quelle Spektrum Psychologie 02.08

Rund 50 Prozent des Glücks- und Suchthormons Dopamin stammen nicht aus dem Gehirn, sondern aus unserem Darm. Dort wird dieser Botenstoff durch verschiedne Bakterien hergestellt. Laut Carlo Maler von der University of California in San Fransico, ist „Die Konzentrationen von Dopamin in Kulturen von bestimmten Bakterien zehn bis hundertfach höher als im menschlichen Blut“. 

Da Dopamin verantwortlich für Antrieb, Motivation und sämtliche motorische Aktivitäten ist, ist die Herstellung von Dopamin sehr wichtig für die psychische Befindlichkeit. Ebenfalls ca. 95 Prozent des menschlichen Serotonins (auch als Glücks- oder Gute-Laune Hormon bekannt) entstehen im Magen und Darm. Laut Prof. Gratzl wird Serotonin zu 90 Prozent im Dünndarm und im Dickdarm hergestellt. 

 

95% des im Körper vorkommenden Serotonis entstehen im Darm.

Wenn nun also ein Ungleichgewicht im Darm herrscht, ist dies nicht förderlich für die Produktion des Serotonis. Serotonin lässt deine Stimmung steigen und vertreibt Depressionen oder schlechte Laune. 

 

„Was im Darm passiert, ist auch für die Gehirnaktivität von Bedeutung und anders herum.“ Peter Holzer, Prof. An der Mediz. Uni Graz

Unser Darm wird wegen der Vielzahl an Nervenzellen auch „Bauchgehirn“ genannt. Das Baugehirn steht im ständigen Austausch mit dem Kopfgehirn (Bauch-Hirn-Achse). 

Ein Ungleichgewicht der Darmflora kann also zu Depressionen führen.

Aber noch mal ganz an den Anfang: Das menschliche Mikrobiom.

Die Gesamtheit aller Mikroorganismen bezeichnet man als Mikrobiom. Dazu zählen, Viren, Pilze, Bakterien u.v.m.. Sie befinden sich auf der Haut, in der Nase und im Mund. Aber auch im Darm. Das Mikrobiom im Darm wiegt ca. 2kg.

 

Jeder Mensch verfügt über ein individuelles Mikrobiom, vergleichbar mit einem Fingerabdruck. 

Die Bakterien im Darm – also das Mikrobiom im Darm – hat sehr viele Aufgaben. Hier nur ein paar davon: 

 

Abwehr von Krankheitserregern, Unterstützung bei der Aufnahme von Nährstoffen, Erhaltung einer gesunden Darmschleinhaut, Verdauung von Nahrung, Zucker wird hier in Energie umgewandelt, Verstoffwechlung von Medikamenten, Aufrechterhaltung des pH- Wertes, also sehr wichtig für den Säure-Basen Haushalt. Das Mikrobiom im Darm neutralisiert krebserregende Bestandteile, es produziert Enzyme für die Verdauung, uvw.

Wenn hier nun ein Ungleichgewicht in der Darmflora auftritt kann das viele Krankheiten wie zB. Morbus Bechterew, Morbus Crohn, Hashimoto, ADHS, Gedächtnisstörungen,  Ängste aber auch Depressionen. (Quelle: Das menschliche Mikrobiom-Dr. Arman Edalatpour)

Man kann also davon ausgehen, dass unser Darm und dessen Mitbewohner einen erheblichen Einfluss auf unser Gesundheit haben. Man kann ebenfalls sagen, dass je größer die Bakterienvielzahl im Darm ist, desto mehr Wohlbefinden verspürt der Mensch.

Also ist am sogenannten „Bauchgefühl“ wirklich etwas dran. Darmbakterien können unsere Psyche beeinflussen und durch ein Ungleichgewicht in der Darmflora können Depressionen, Ängsten, psychischer Verstimmung begünstigt werden.

„Der Mensch ist, was er isst“ Ludwig Feuerbach 

Unsere Bakterien im Darm lieben Ballaststoffe. Im Allgemeinen werden aber viel zu wenig Ballaststoffe gegessen. Im Gegenzug wir viel zu viel Zucker konsumiert. Was den Bakterien keine Freude bereitet. Durch schlechte Ernährung füttern wir die schlechten Bakterien in unserem Darm und die Guten werden verdrängt. 

Nach Untersuchungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sind 80% der Erkrankungen ernährungsbedingt. Es entstehen viele chronische Erkrankungen durch falsche Ernährungsweisen. Auch durch die Anhäufung von Giftstoffen im Körper und durch Mangelzuständen (trotz kalorisch ausreichender Ernährung) wird das Immunsystem geschwächt und dadurch können psychische und körperliche Krankheiten hervortreten.

Mit welcher Ernährung kannst du deinen Darm gesund halten?

 

Mit ausgewogener ballaststoffreiche Ernährung. Ein Mangel an Ballaststoffen kann ein Ungleichgewicht in der Darmflora auslösen, genauso Antibiotika, Süsstoffe wie Aspartam, Alkohol, Entzündungshemmer, die Antibabypille u.v.m..

 

Verzichte auf übermäßigen Pizzakonsum und auf Fastfood. Nimm frische Lebensmittel zu dir, am besten natürlich in Bioqualität. Verabschiede dich von Fertiggerichte. Übermäßig  gesättigte Fettsäuren führen zu Entzündungen: Im Fettgewebe von übergewichtigen Menschen befinden sich viel mehr Entzündungsstoffe als im Fettgewebe gesunden Menschen. Bewegung ist natürlich auch immer gut.

Ungünstige Lebensumstände wie Stress, Luftverschmutzung können die Darmflora ebenfalls stören. Dies kann auch alles begünstigen, dass genetisch vorbelastete Menschen tatsächlich krank werden.

Eine ungesunde Ernährung ist ein Garant für ungesunde Darmbakterien.

Gesunde Ernährung auf der anderen Seite kann Symptome für Krankheiten verringern. Dies muss allerdings langfristig erfolgen, da die schlechten Bakterien sonst zurück kommen.

 

Faserreiches Essen wie z.B. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sind wie Dünger für dein Mikrobiom. Hier ist es wichtig  auf höchste Qualität wie zum Beispiel Bioqualität zu achten. Laut der Ernährungswissenschaftlerin Megan Rosi kannst du, wenn du  mindestens 30 verschiedene pflanzliche Lebensmittel zu dir nimmst, die Vielfalt erhöhen. 

Wie Du ganz leicht und dauerhaft etwas für eine gesunde Darmflora tun kannst, ohne Stress und mit Leichtigkeit in deinen Alltag integriert, und somit dein Mikrobiom „düngen“  kannst, zeigen wir dir gerne. 

Wenn du eine kostenlose Beratung möchtest oder unverbindlich mehr Infos wünscht, dann nehme noch gerne Kontakt zu uns auf. Wir helfen dir gerne. 

Weitere Grundlagen für eine gesunde Darmflora findest du in unserem Blogartikel: https://meine-gesundheitsschmiede.de/gesunde-darmflora.

 

Quellen: 

John Cryan: A Gut Feeling about the Brain: Microbiome as a Key Regulator of Neurodevelopment & Behaviour, Center for Stroke and Dementia Research, LMU München, 16.01.2018

Rook GAW, et al. Can we vaccinate against depression? Drug Discovery Today 2012;17(9-10),451-458.

 

Huang R, et al. Effect of Probiotics on Depression: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Nutrients 2016;8(8).

https://www.depression-heute.de/serotonin-im-darm/

 

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